Hausgeburt
von: Spatz1401
Forum Geburt
Gesundheit
Hallo Mädels, mein Freund und ich sind heute mal die verschiedenen Möglichkeiten der Geburt durch gegangen. Es ist zwar noch ein bisschen hin (bin erst in der 17. SSW), aber man kann sich ja schon mal Gedanken machen... :-)
Zum jetzigen Zeitpunkt schließen wir auch eine Hausgeburt nicht aus - trotz Unerfahrenheit zwecks erster Schwangerschaft. Ich bin nämlich kein wirklicher Freund von einem Krankenhaus und die Personen dort wäre einem ja auch alle unbekannt. Eine Hausgeburt würde z.B. auch unsere Hebamme durchführen.
Daher mall allgemein die Frage: Wer von Euch hatte denn eine Hausgeburt und wie lief das ab? Gab es Probleme? Oder würdet Ihr es immer wieder tun?
Danke und liebe Grüße
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15 Antworten
Übrigens habe ich meine Tochter im Geburtshaus zur Welt gebracht. Mit meinem Sohn habe ich auch über eine Hausgeburt nachgedacht, mich aber dagegen entschieden, weil das (Miets)haus so hellhörig ist und ich auch keine Lust habe, mitten in den schönsten Wehen meine Tochter im Türrahmen stehen zu haben. Ich möchte mich dabei nur auf mich konzentrieren können. In dem Dokumentarfilm "The organsmic birth" sind einige hausgeburten begleitet worden und auch KH-Geburten zum Vergleich dazu. Gibt es leider nur auf Englisch (man kann aber deutschen Untertitel einstellen).
Hexchen37 10.05.2012, 10:05 Uhr
Laut objektiven Studien treten bei Hausgeburten weit weniger Komplikationen auf als im Krankenhaus. Was zum einen daran liegt, dass medizinisch bedenkliche Fälle vorher schon "aussortiert" werden und zum anderen, dass eine Person zu Hause dabei ist, die die Mutter schon ziemlich gut kennt. (Hebamme) Dadurch verringern sich Unsicherheiten, Stress etc. Im KH wird nachweislich oft zu früh eingegriffen, eingeleitet oder irgendwie anders der natürliche Geburtsvorgang gestört, weil die Geduld und das Vertrauen fehlt. Auch eine Geburt die von der Norm (die es ja genaugenommen nicht gibt) abweicht, läuft auf ihre individuelle Art "normal". Der Stress, der im KH durch zuviele Untersuchungen, Geräte und medizinisches Personal verursacht wird, wird dann später durch Schmerzmittel und Eingriffe wieder aufgefangen. Um es kurz zu machen: Im KH gibt es weit mehr Komplikationen als zu Hause und falls zu hause etwas nicht rund läuft, wird man ohnehin gleich ins Kh gebracht. Es gibt ja auch noch die Möglichkeit im Geburtshaus zu entbinden, das ist eine ambulante Geburt, nur sehr viel persönlicher und gemütlicher als im KH.
Hexchen37 10.05.2012, 10:00 Uhr
Dass der Milcheinschuss zu Hause schneller kommt, hatte meine Hebamme auch gesagt. Ich war 5 Tage/ 4 Nächt im KH und hatte einen späten und nur leichten Milcheinschuss. Es gab aber auch mehrere ungünstige Faktoren bei mir, also würde ich es nicht komplett auf KH schieben. Aber denke vll auch über eine ambulante Geburt nach, da verbindest du die Sicherheit des KH mit dem schnellen zu Hause sein.
heglam 10.05.2012, 09:54 Uhr
Ich habe mich auch mit dem Thema Hausgeburt auseinandergesetzt. Die Angst vor Komplikationen ist bei mir zu groß, ich könnte es mir nie verzeihen wenn etwas schief gehen sollte. Wir haben uns jetzt für eine ambulante Geburt entschieden. Wenn alles glatt geht können wir ja nach einigen Stunden wieder nach hause. Eine ambulante Geburt ist für mich die sichere Alternative.
Lillybe 10.05.2012, 09:40 Uhr
Also wenn Studien zitiert werden (schon klar, dass man nicht von allein auf sowas kommt), dann schreibt es doch auch so dahinter. Das klingt immer so "neunmalklug".
Also ich hab meine Tochter im KH zur Welt gebracht, sie hat sogar von allein nach meiner Brust gesucht und ihr Köpfchen danach ausgestreckt. Und der richtge Milcheinschuss ließ auch nicht lang auf sich warten. Ich denke eher, dass es mit der Einstellung der Frau zum Stillen und den eigenen körperlichen Eigenschaften zu tun hat - und natürlich auch, ob das Kind saugkräftig genug ist und die Brust sich nicht entzündet. Dem Körper der Frau ist es meiner Meinung nach im Augenblick der Entbindung ganz egal wo er sich befindet.
Klettermama 10.05.2012, 09:21 Uhr
es besteht ja auch die option im kh ambulant zu entbinden, dh wenn alles gut verläuft dürfen du und dein baby 4 stunden nach der geburt nach hause! sollte bei mir alles glatt laufen, habe ich dies nämlich auch für mich entschieden. unsere hebamme kommtdann noch ams elben tag zu uns und halt die darauf folgenden tage! vllt ist das auch eine option für dich?! lg ernimanu+*mia elin* 34 ssw
ernimanu 09.05.2012, 22:47 Uhr
die sache mit dem milcheinschuss stimmt schon: bei einer hausgeburt schießt die milch bereits am 1. tag ein!
ich habe mich damals für das krankenhaus entschieden weil ich unbedingt eine wassergeburt haben wollte. ein geburtshaus wäre mir lieber gewesen, aber das nächste ist gute 80 km. weg - viel zu weit wie ich finde. die sache mit der hausgeburt war verlockend, aber da meine hebamme das nicht gemacht hat, hat sich die sache eh erledigt. ausserdem kann ich mir das zu hause auch gar nicht vorstellen: all das blut und fruchtwasser! das hätte ich nicht auf meiner matratze haben wollen ^^ eine bekannte von mir hat im kh entbunden, ist aber noch am gleichen tag nach hause gefahren, das geht auch. wobei mir das auch stressig erscheint. ich bin damals 3 tage im kh geblieben und war nicht glücklich damit. hatte 2 frauen im zimmer: die eine hat ständig besuch gehabt, die babys haben abwechseld geschrien, in der nacht wurde noch eine weitere frau ins zimmer gebracht... hab in den 3 tagen und 2 nächten keine 6 stunden geschlafen, INSGESAMT! werde es beim zweiten kind ganz sicher anders machen. entweder geburtshaus (ziehe um, sind dann "nur noch" 30 km.) oder gleich nach der geburt heim. oder ein familienzimmer nehmen. je nachdem wie die geburt verläuft und ob es komplikationen gibt.
flychan 09.05.2012, 22:26 Uhr
@Klettermama:
Ich habe bezüglich des Milcheinschusses einzig und alleine eine Studie zitier.
Adrina89 09.05.2012, 21:41 Uhr
Noch ein kleiner Nachtrag: Sollten aus ärztlicher Sicht irgendwelche Bedenken bestehen (in den letzten Tagen vor der Geburt ist man ja des Öfteren beim Arzt), stellt sich die Frage nach einer Hausgeburt natürlich nicht. Die Voraussetzungen müssen natürlich stimmen. Schließlich steht das Wohl des Kindes im Vordergrund.
Spatz1401 09.05.2012, 21:39 Uhr
Vielen Dank für Eure Meinungen! Ich bin echt hin und her gerissen. Die Sache mit den Komplikationen stimmt. Manche sind ja einfach nicht vorhersehbar. Und ein Krankenhaus ist halt für alle Fälle gerüstet. Wobei ich mittlerweile (aus meinem Bekanntenkreis) das Gefühl habe, das Krankenhäuser viel zu schnell zu einem Kaiserschntt tendieren. Meine Frauenärztin meinte, dass das oft der Fall ist, weil bei einem Kaiserschnitt 3x so viel abgerechnet werden kann wie bei einer normalen Geburt. Das finde ich schon krass.
Auf der anderen Seite ist es glaube ich auch schön für die Mutter und das Kind gleich in der gewohnten Umgebung zu sein und eine gewisse Ruhe zu haben - mir graut vor allem vor diversen Schichtwechseln, die man im Krankenhaus so miterlebt wenn die Geburt länger dauert :-(
Aber noch ist nichts entschieden. Wir werden uns natürlich auch Krankenhäuser und Geburtshäuser ansehen. Gerade weil ich noch kein Kind bekommen habe und somit keinen Vergleich anstellen kann. Mal sehen, wo wir uns wohl und aufgehoben fühlen. Das ist ja auch wichtig. Meine Hebamme hat jedenfalls allein im vergangenen Jahr 16 Hausgeburten betreut und alle verliefen gut. Keine der Frauen musste ins Krankenhaus. Naja, mal schauen. Mich würde mal der Bericht einer Mutter interessieren, die eine Hausgeburt hatte.
Spatz1401 09.05.2012, 21:18 Uhr
Ich werde im Krankenhaus entbinden soviel steht fest,einfach aus dem Grund das ich nicht weiss ob es vielleicht zu Komplikationen kommt und es meine erste Schwangerschaft ist.
Habe aber das Krankenhaus gewechselt,da ich zwischenzeitlich eien Woche im Krankenhaus lag wegen vorzeitigen Wehen in dem Krankenhaus wo ich eigentlich entbinden wollte,aber da es mir da überhaupt nicht gefallen hat,habe ich mich nun doch für ein anderes Krankenhaus entschieden :-)
Feuermelder 09.05.2012, 21:04 Uhr
Übrigens: Frauen die ihr Kind zu Hause oder im GH zur Welt bringen und ihr Wochenbett sofort im heimligen Bett verbringen, haben viel schneller einen Milcheinschluss und die Kinder sind viel fitter
Also normaler Weise halte ich mich ja bedeckt, aber dieser Kommentar kann ja auch nur von Frauen kommen, die noch kein Kind aufdie Welt gesetzt haben und entsprechend noch nie einen Milcheinschuss hatten.
Also ehrlich, so ein Quatsch!
Klettermama 09.05.2012, 20:48 Uhr
Hallo...
ersteinmal finde ich es toll, dass ihr euch darüber Gedanken macht und auch über Alternativen nachdenkt.
Ich erwarte jetzt im Mai unser erstes Kind und wir werden unseren Sohn im Geburtshaus zur Welt bringen.
Vielleicht ist das ja auch noch eine Möglichkeit für dich?
Ich habe viel negative Erfahrungen mit dem KH hier vor Ort gemacht und leider auch viel schlechtes gehört... deswegen kam es für mich nicht in Frage.
Zudem ist es im allgemeinen bekannt, dass im KH oft in die natürliche Geburt eingegriffen wird (es den Frauen mit PDA etc sehr einfach gemacht wird) -ich wünsche mir eine ganz natürliche Geburt!
Die Hebammen u Ärzte arbeiten im KH viel unter Zeitdruck, haben Schichtwechsel und sind überfordert.
Ich bin der Ansicht, dass eine Geburt in einer angenehmeren, vertrauten Atmosphäre, nach eigenen Vorstellungen und viel Zeit viiiieeel angenehmer verlaufen wird.
Übrigens: Frauen die ihr Kind zu Hause oder im GH zur Welt bringen und ihr Wochenbett sofort im heimligen Bett verbringen, haben viel schneller einen Milcheinschluss und die Kinder sind viel fitter :)
Adrina89 09.05.2012, 20:38 Uhr
Ich hasse Krankenhäuser ebenfalls wie die Pest aber meine Tochter war mir wichtiger. Eine Hebamme ist nun mal kein Arzt und sollte doch was sein wird man eh ins KH gebracht und verliert auch noch kostbare Zeit dabei. Geburtsstillstand,möglicher Notkaiserschnitt oder abfallende Herztöne des Babys- das alles sind Situationen wo keine Hebamme was tun kann. Außerdem habe ich bei der Wahl des KH darauf geachtet, dass es eine Säuglingsstation gibt.
Ich war 3 tage im KH und würde es immer wieder so machen. Schwestern, Ärzte und hebammen waren sehr nett und es war bei weitem nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe.
Athene_ 09.05.2012, 20:35 Uhr
Hatte keine Hausgeburt, sondern im KH.
Aber ich bin auch jemand, der so gar keine Krankenhäuser mag - muss aber sagen, dass ich mich sehr, sehr wohl gefühlt habe. Wir haben uns ein Familienzimmer gegönnt (leider nicht sehr preiswert) udn hatten dann auch noch ganz viel Privatsphäre und Papa hat entsprechend auch mit uns auf dem zimmer geschlafen und "gewohnt". Die Hebammen waren alle sehr, sehr lieb! Die Schwestern auf der Station auch!!! Kann mich wirklich nicht beschweren und würde es immer wieder so machen.
In Krankenhäusern gibt es ja regelmäßige Informationsabende - das kann ich Euch nur ans Herz legen, du wirst vielleicht positiv überrascht sein.
Eine Hausbeburt würde für mich allerdings gar nicht in Frage kommen, wenn dann evtl. ein Geburtshaus. Allerdings wr die Entbindung meiner Tochter nicht ganz einfach, und so war es auch aus medizinischer Sicht die Beste Wahl.
Klettermama 09.05.2012, 20:00 Uhr